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Burges Gränzer Schade - Jenseits schillernder Welten

13 musikalische Stücke aus dem Programm "Jenseits schillernder Welten" sind von Jürgen Block (u.a. Keimzeit, Filmorchester Babelsberg, Club der toten Dichter) für das Album aufgenommen und produziert worden. Inhaltlich stellen Katharina Burges, Torsten Gränzer und Göran Schade in den einzelnen Stücken den gelebten Irrsinn der Menschheit dar („Die Welle über den Welten“), erleiden nächtliche, albtraumhafte Bilder, in denen die Vergangenheit sich einen Weg ins Bewusstsein bahnt („Nach Mitternacht“) und beschreiben die beängstigenden Halluzinationen eines Entzuges („Visionen“). Sie verdeutlichen die Auswüchse eines irgendwie nach Erbrochenem schmeckenden und die Menschlichkeit nur zu oft unterdrückenden Kapitalismus („Der Kotze-Blues“), kommen in einem avantgardistischen Seelenausbruch dem Wahnsinn ziemlich nahe („Juni“), begegnen religiöser Verwirrung mit einem Gospel-Song („Das Relikt“), stellen sich sanft der eigenen Vergänglichkeit („Die Zeit - Jahre)“ und sind auf der Suche nach Halt und verlässlichen Beziehungen („Trag mich - durch die Wüste“). Der Zerrissenheit folgen Momente der Akzeptanz des eigenen Seins, um dann doch wieder in den Kampf gegen die Unzulänglichkeiten der Menschheit zu ziehen. Wofür sich das Leben dann doch lohnt, wird spätestens in einem kindgerechten, liebevollen Schlaflied klar. Die Stücke bewegen sich zwischen Tango und Blues, zwischen Pop und Jazz, zwischen Klassik und Avantgarde, können aber nie ausschließlich als das eine oder andere eingeordnet werden. Zu unkonventionell wird jene Bandbreite der Stilmittel eingesetzt, um Wut, Schwermut und Besänftigung zu verdeutlichen und die Rationalität der Gedanken mit der Urwüchsigkeit der Gefühle zu vereinen. Dabei ist es Jürgen Block gelungen, die Intensität der Live-Aufführungen gekonnt einzufangen, sie mit geschickten Eingriffen zu verfeinern und ein audiophiles Klangerlebnis zu kreieren, das selbst die Künstler immer wieder berührt und manch befreiendes Lächeln in ihre Gesichter zaubert. Katharina Burges, Torsten Gränzer und Göran Schade sehen das Album als Momentaufnahme, als lediglich kleinen Ausschnitt ihres Weges und hoffen, dass damit die Geschichte noch nicht zu Ende erzählt ist. Zu nah bewegt sie sich am Leben ihrer Darsteller…





Besetzung

 

Katharina Burges (Kompositionen, Arrangements, Piano, Gesang)

Torsten Gränzer (Texte, Arrangements, Interpretation)

Göran Schade (Perkussionen, Piano, Sounds, Arrangements)




Produktion



aufgenommen und produziert von Jürgen Block im Blockhausstudio Lütte, 2018

Cover-Artwork von CeS - Thearter-Galerie



Titelliste



01 Nicht lebensfähig
02 Ankunft
03 Nach Mitternacht
04 Visionen
05 Der Grab-Tango
06 Die Zeit (Jahre)
07 Der Kotze-Blues
08 Juni
09 Keine Tränen mehr
10 Das Relikt
11 Die Welle über den Welten
12 Trag mich (durch die Wüste)
13 Das Schlaf-Lied



Kaufmöglichkeiten (Auswahl)

 

 

 



Burges, Gränzer, Schade

Wenn sich eine klassische Sängerin und Pianistin, ein Schriftsteller und Song-Poet und ein perkussiv-elektronischer Klangvirtuose begegnen, können mitunter vielschichtige Bilder zu tiefgreifenden Inhalten und Themen entstehen, die oft nur im Verborgenen stattfinden. Für das Programm „Jenseits schillernder Welten“ begeben sich Katharina Burges, Torsten Gränzer und Göran Schade an Orte, die durchaus schmerzhaft erscheinen und finden dafür einzigartige Ausdrucksformen in intensiven Interpretationen, die zwischen Jazz, Klassik, Rock und Pop angesiedelt sind.


Dafür vertonte Katharina Burges Texte Torsten Gränzers neu und lässt sie, zusammen mit dem abwechslungreichen Spiel von Gränzers langjährigem Weggefährten Göran Schade, in einem kompositorisch völlig veränderten Gewand erscheinen. Die mitunter schon recht betagten Worte, die Gränzer zum Teil bereits vor über zwanzig Jahren in einer Punkband interpretierte (die aber noch immer erschreckend aktuell sind), werden dabei auf eine sehr gefühlsbetonte Ebene transportiert.

In der halbszenischen Aufführung "Jenseits schillernder Welten" zeigen die Künstler sich ungeschminkt, werden verletzbar und beweisen gerade dadurch ihre Stärke. Sie erzählen Geschichten von zwischenmenschlichen Begegnungen und Auseinandersetzungen mit sich selbst, teilen ihre Gedanken zum gesellschaftlichen Geschehen und ihr innerstes Erleben, äußern sich dabei abwechselnd melancholisch, zornig und nachdenklich und erfahren die Thematisierung von Weltenschmerz, Missbrauch, Trauma, Todestrieb, Verzweiflung und Sehnsucht als befreiend. Mit eindringlichem Klavierspiel, intensivem Schlagwerk, schwermütigen bis besänftigenden Sounds und sowohl klassischem, als auch modernem Gesang und stimmlichen Rezitationen eigener Texte, laden Katharina Burges, Torsten Gränzer und Göran Schade ihr Publikum zu einer Reise durch die Nacht ein, die reich an gefühlvollen Begegnungen ist und an deren Ende einmal mehr Hoffnung stehen darf...

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